Käppele

Wir müssen jetzt im kirchlichen Leben auf Vieles verzichten. Aber der Blick auf das Kreuz soll nicht auch noch ausfallen. Deshalb bleiben die Kreuze im Käppele in der Passionszeit unverhüllt.

Kreuzweg

Wir stehen in einer Passionszeit besonderer Art. Die großen Kreuzwegprozessionen sind abgesagt. Aber sie kommen einzeln, die Pilger, die Betenden. Sie verweilen an den Stationen. Sie tragen die Not der Zeit und ihre eigenen Sorgen hinauf.

Anbetung

Das Frankenheiligtum ist geöffnet. Vor dem Tabernakel brennt das Ewige Licht. Es will sagen: Jesus Christus ist da, ist für dich zu sprechen. Werde still. Lerne loszulassen. Bete ihn an. Gib dich und die Deinen in seine Hand.

Gnadenkapelle

Die Schmerzensmutter hält allen den Erlöser hin: Schweigend hört sie zu. Sie versteht alle, die laut oder stumm ihr Klagelied singen. Die manchmal nicht mehr wissen, ob sie noch glauben. Wortlos tröstet sie, wo die Worte fehlen. Die vielen Kerzen sprechen für sich.

Mirakelgang

Ein Blick auf die Zeugnisse der Dankbarkeit, hundertfach, in allen Variationen: "Ich bin erhört worden." "Danke, lieber Gott!" "Maria hat geholfen, sie wird weiter helfen." Warum soll sie nicht auch mir helfen? "Segne du, Maria, segne mich dein Kind ..!"

Licht im Dunkel

Wie heißt es im Lied von der Frankenherzogin?

"Du gabst und Kraft in schwerer Zeit,
drum grüßt in schlichter Dankbarkeit
vor deinem Bild an manchem Haus
ein Lämplein in die Nacht hinaus
und sagt, dass deine Mutterhand
auch nächtens schützt ihr Frankenland."
(GL 872, 4)

An vielen Fenstern brennt jetzt abends beim Ave- oder "Corona-Läuten" ein Licht. Wie schön! Und dieser Gedanke: Jetzt beten Hunderte, Tausende ...! Ich bin eingebunden und binde die ganze Welt ein in ein Netz des Gebetes.

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